Meine Freiwilligenarbeit im Waisenhaus in Bugembe


Im Zeitraum vom 2. Juni bis 7. Juli 2013. habe ich im Waisenhaus Child Hope Ministries in Bugembe volontiert. In diesem Weisenheim leben 26 Kinder und 5 Erwachsene: Christine – die Sozialarbeiterin, Dan - der Zuständige für alle Angelegenheiten im Waisenhaus, Harlett – die Köchin, die Frau des Leiters des Waisenhauses Sara, die Krankenschwester ist und Joram - der Leiter des Waisenhauses. Aber eigentlich erledigt jeder, alles, was nötig ist, von Kochen bis hin zu Wäsche waschen, Reparierarbeiten und Erziehung der Kinder.

 

Als Teil des Tagesablaufes besuchen die Kinder eine Schule außerhalb des Waisenhauses, während für die Vorschulkinder der Unterricht innerhalb des Waisenhauses organisiert ist. Ich beteiligte mich an der Arbeit mit den Vorschulkindern nach der Pause, von 11 bis 12 Uhr, wann die Schule vorbei war. Ich half der Lehrerin beim Englischunterricht und den Kindern bei dem Erfüllen ihrer Aufgaben. Bei einigen Kindern habe ich eine ungenügend entwickelte Motorik bemerkt, was ihnen das Schreiben erschwärte, darum habe ich mit ihnen in ihrer Freizeit geübt. Die Resultate konnte man nach einem Monat sehen. Mit den etwas älteren Kindern habe ich verschiede Spiele gespielt, die ich mitgebracht habe, wie z.B. Domino, Kartenspiele, Bingo …

 

Zusammen mit der Volontärin Natalija habe ich verschiede Arbeiten im Heim verrichtet, z.B. Putzen, Waschen, den Garten sauber gemacht und ihn in etwas Nützliches verwandelt, nämlich in einen Gemüsegarten. Wir haben auch einen Mülleimer gebastelt und Wäschekorbe für die Zimmer der Mädchen und Jungen gekauft. Während unseres Aufenthaltes haben wir manchmal Essen wie z.B. Brot, Butter, Früchte, Kekse, verschiedenes Gemüse fürs Mittags- und Abendessen mitgebracht.

 

Außer mit den Kindern spielen und mit ihnen Zeit zu verbringen, war das Ziel unseres Aufenthaltes auch beim Saubermachen inner- und außerhalb des Hauses zu helfen und mit den Erwachsenen über die Erziehung der Kinder zu sprechen. Da sich unsere Kulturen etwas in der Herangehensweise, was die Erziehung der Kinder betrifft, unterscheiden, haben wir Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht und über eventuelle Veränderungen gesprochen. Wir haben den Kindern etwas über Hygiene und den Schutz ihrer eigenen Gesundheit und damit verbunden auch über den Erhalt der eigenen Umgebung gelehrt. Ein wesentlicher Unterschied zwischen unseren Kulturen liegt auch bei den Emotionen, die die Kinder im Weisenhaus nicht zeigen. Ich habe am Erkennen und Zeigen der Basisemotionen mit den Kindern gearbeitet, da sie oft traumatisiert sind und unangenehme Erfahrungen unterdrücken. Die Kinder im Weisenhaus sind sehr dankbar für jede Unterrichtsstunde, Aktivität, an der Zeit, die wir mit ihnen verbringen. Sie lernen gerne neue Sachen und nehmen sie auch an.

 

Eine wundervolle Erfahrung.


In Zagreb, 18. Juli 2013

Jadranka Luca-Mrđen